Donnerstag, 16. Februar 2012

Generelles Tempo 30 wäre sinnvoll

Zum geplanten Bau der Umgehungsstraße für Naumburg und für Bad Kösen.

Warum glauben die Anwohner der Bundesstraße 87 in Bad Kösen, Schulpforta oder Naumburg gerade in letzter Zeit immer wieder, dass sie etwas ganz besonderes sind unter den Einwohnern der Stadt Naumburg oder des Burgenlandkreises?

"Lärm und Gestank" machen auch die Einwohner von Gernstedt, Eckertsberga, Poppel, Taugwitz und Hassenhausen krank. Selbst für die geplante Zufahrt zur Bundesstraße 87n durch das Bad Kösener Kurgebiet und durch Kukulau erhöht sich das Verkehrsaufkommen. Und was sollen erst die Anwohner von Wethau sagen? Damit in Schulpforte 1 500 Autos weniger fahren, dürfen es dort 3 000 mehr sein?

Dass eine Umgehungsstraße auch zusätzlichen Verkehr anzieht, kann man doch ganz aktuell in Theißen erleben. So werden die Probleme nur an den Rand delegiert, aber nicht gelöst!

Wenn es effektiv weniger "Lärm und Gestank" in Naumburg geben soll, dann doch vor allem dort, wo es viel schlimmer ist als an der Bundesstraße 87, nämlich an den Zubringern der Autobahn 38 im Norden und der Autobahn 9 im Osten. Und wenn es weniger Verkehr in der Region geben soll, dann auf gar keinen Fall durch einen neuen Zubringer an die Autobahn 4.

Und genau so sinnvoll ist es, doch auch einmal darüber nachzudenken, ob "Lärm und Gestank" mittels anderer Maßnahmen wie zum Beispiel Tempo 30 nicht viel schneller reduziert werden könnten. Hier darf es keine Denkverbote geben, und Bad Kösen könnte so zu einem Pilotprojekt für die ganze Stadt Naumburg werden.

Ines Zimmermann, Saaleck

»Naumburger Tageblatt«, 16.2.2012, S. 12

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