Montag, 11. Juni 2012

Neue B 87: Antrag dafür, Protest dagegen


CDU, SPD und Linkspartei fordern schnellen Bau. Gegner-Demo vor dem Landtag.

MAGDEBURG/MHE - Mehrere Abgeordnete der Fraktionen CDU, SPD und Die Linke haben am Freitag einen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem sie die zügige Realisierung der Ortsumfahrung Bad Kösen fordern. Der Antrag wird im Verkehrsausschuss weiter beraten. Rüdiger Erben, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion: "Der Bau der Ortsumgehung Bad Kösen ist ein wichtiges Projekt, das für eine Minderung der Lärmbelästigung in der Ortschaft sorgen soll. Die gegen die Bauplanung ergangenen Klagen wurden mittlerweile zurückgezogen. Der Bund kann die Ortsumfahrung also zügig bauen." Und weiter sagt er: "Die Abgeordneten der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die die Notwendigkeit der Ortsumfahrung in Zweifel ziehen, sollten sich vor Ort selbst ein Bild von der Lage machen. Die B 87 in Bad Kösen ist keine innerstädtische Meile zum vernünftigen Wohnen, sondern eine Durchgangsstraße, von der eine erhebliche Lärmbelastung für die Anwohner ausgeht." Krimhild Niestädt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, sieht die Ortsumfahrung Bad Kösen im Zusammenhang mit der Umfahrung von Naumburg und Wethau. Sie werde zu mehr Lebensqualität für jene führen, die heute erheblich von Durchgangs- und Schwerlastverkehr geplagt seien. Zudem werde neben der Lärm- die Feinstaubbelastung gesenkt. Niestädt: "Diese positiven Effekte werden auch den Erhalt des Kurortstatus sichern."

Parallel haben am Freitag Gegner der Ortsumgehung vor dem Landtag demonstriert. Aus ihrer Sicht rechtfertige ein vergleichsweise niedriges Verkehrsaufkommen weder eine Ortsumfahrung noch eine Verschandelung des Saaletals durch eine Brücke.

»Naumburger Tageblatt«, 11.6.12, S. 11

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